3 effektive Methoden um Brand-Erwähnungen in Links umzuwandeln

Mit Online Brand Erwähnungen sind Erwähnungen eines Markennamens gemeint, die nicht verlinkt wurden. Das aktive Suchen dieser Erwähnungen ist mittlerweile ein bewährtes Mittel, um Links aufzubauen. Wie das genau funktioniert, soll der nachfolgende Text erklären.

Je nachdem wie stark die eigene Marke ist, kommt es häufiger oder auch seltener vor, dass andere Webseiten genau diesen eigenen Markennamen erwähnen. Oft vergessen die Webseitenbetreiber jedoch dem Markennamen einen Link beizufügen. Deshalb bietet es sich für die Suchmaschinenoptimierung an, diese Erwähnungen auf fremden Webseiten aktiv zu suchen und Verlinkungen von den Webseitenbetreibern zu reklamieren.

In der Praxis sind folgende Fälle besonders häufig:

1. Der Markenname wird auf einer externen Webseite erwähnt, allerdings nicht verlinkt.

2. Der Markenname wird verlinkt, dieser Link ist allerdings kaputt. Der kaputte Link sollte dann repariert werden.

3. Eine Webseite verlinkt auf den Social-Media-Kanal (also z.B. https://twitter.com/peakaceag), jedoch nicht auf die Webseite www.peakace.de

Die Basis: Suchoperatoren

Die Standardsuchoperatoren sind einzelne Zeichen, die am Anfang oder am Ende des jeweiligen Keywords oder der jeweiligen Keywordkombination gesetzt werden.

  • „+“: Mit dem Pluszeichen ist es möglich, mehrere Keywords miteinander zu verbinden. Früher war dies die einzige Möglichkeit Google mitzuteilen, dass nach mehreren Begriffen gesucht werden soll. Mittlerweile wird stattdessen einfach ein Leerzeichen verwendet. Ein Beispiel für eine solche Suchanfrage wäre „PeakAce+SEO“.
  • „…“: Keywordkombinationen können auch mit Anführungszeichen versehen werden. Hierdurch stellt man sicher, dass die Begriffe in den Suchergebnissen nicht weiter als 10 Wörter voneinander entfernt sind. Webseiten, bei denen dies nicht der Fall ist, werden von den Suchergebnissen ausgeschlossen.
  • „*“: Der Stern wird häufig auch als „Wildcard-Suche“ bezeichnet. Gibt man beispielsweise „Peak Ace *“ bei Google ein, zeigt Google die häufigsten Begriffskombinationen an, die die Keywordkombination „Peak Ace“ enthalten. Mittlerweile wird dieser Suchoperator in der Praxis häufig durch Google Suggest ersetzt. Google Suggest zeigt automatisch beliebte Keywords und Keywordkombinationen an, während ein Suchbegriff eingetippt wird.
  • „-„: Durch das Minus hat der Nutzer die Möglichkeit ein Keyword von der Suche auszuschließen. Gibt man beispielsweise „PeakAce –Social Media“ in die Suchmaske von Google ein, erhält man nur Suchergebnisse, die sich auf das Keyword PeakAce beziehen. Social Media wird als Suchwort ausgeschlossen.


Erweiterte Suchoperatoren

  • Site: Mit Hilfe dieses Suchoperators kann man sich alle indexierten Seiten einer Domain anzeigen lassen. Mit diesem Suchoperator lässt sich also die Suche auf eine einzelne Seite beschränken.
  • Info: Mit „info:“ lassen sich bestimmte Informationen über eine Webseite anzeigen. Mit Hilfe des Suchoperators info:www.peakace.de lassen sich Informationen über die Seite von Peak Ace abrufen.
  • Filetype: Mit Hilfe des Suchoperators „filetype“: kann man die Google-Suche auf bestimmte Dateiendungen beschränken. Die korrekte Syntax lautet filetype:dateiendung. Beispiel: „PeakAce SEO filetype:pdf“ findet alle PDF-Dateien, in denen die Begriffe PeakAce und SEO vorkommen.
  • Intitle: eine Suchabfrage nach „intitle:Peak Ace“ findet Dokumente, die Peak Ace in ihrem title-tag stehen haben. So findet man mit der Suchabfrage „Max Mustermann intitle:impressum“ ausschließlich Dokumente, in denen irgendwo Max Mustermann und Impressum im title-tag vorkommen.
  • Cache: cache:www.peakace.de zeigt die Cache-Version der Seite www.peakace.de an. Hierdurch wird nicht die aktuelle Version der Webseite, sondern eine ältere aus dem Google-Cache angezeigt. Der Cache ist ein Zwischenspeicher, in dem Webseiten gespeichert werden, die der Google-Bot indexiert hat. Dieser Suchoperator ist vor allem dann praktisch, wenn die aktuelle Version einer Webseite gerade nicht abrufbar ist.
  • Define: Dieser Suchoperator zeigt Definitionen für einen Suchbegriff aus verschiedenen Quellen sowie die jeweiligen Links zu den Quellen an“. Define:blog zeigt beispielsweise unterschiedliche Definitionen des Begriffs „Blog“ an.

Konkrete Beispiele für Suchoperatoren

„Mitarbeiter/Geschäftsführer“ „Markenname“ –site:ihrwebseite.de

Idealerweise nimmt man für diesen Suchoperator einen Angestellten, der in seiner Branche sehr bekannt ist oder als Experte gilt. Man weiß nie, wann ein Mitarbeiter zusammen mit dem eigenen Markennamen genannt wird. Geschieht dies, lohnt es sich immer die jeweiligen Webmaster um Verlinkung des Markennamens zu bitten.

„Markenname“ –site:ihrewebseite.de blog OR post

Mit Hilfe dieses Suchoperators lassen sich sehr leicht Blogs finden, die den eigenen Markennamen erwähnt haben.

„Infografik“ „Name der Infografik“ –site:ihrewebseite.de

Diese Suchanfrage kann nicht nur für Infografiken, sondern auch für kostenlose Anleitungen oder andere verlinkenswerte Inhalte verwendet werden.

Site:org „Markenname“

Site:tv „Markenname“

Site:edu „Markenname“

Mithilfe dieser Suchanfrage kann man die Suche nach den Markennamen auf bestimmte Top Level Domains beschränken. Hierdurch ist es möglich, sich auf Seiten zu konzentrieren, die besonders viel Autorität und Trust aufweisen.

„alter Firmenname“ –site:ihrewebseite.de –site:ihrealtewebseite.de“

Besonders erfolgreiche Marken werden oft aufgekauft oder wechseln ihren Markennamen (Beispiel: ads2people heißt heute Peak Ace). Nach einem solchen Rebranding hat jeder noch ein paar Leichen im Keller liegen. Tipp: Die Erwähnungen des alten Markennamens suchen und die Webseitenbetreiber fragen, ob sie nicht auf die neue Webseite verlinken würden.


Tools

Das wohl am weitesten verbreitete Tool, um Erwähnungen des eigenen Markennamens zu finden, ist Google Alerts. Hier kann man kostenlos mehrere Alerts erstellen, durch die man den Google-Index auf Erwähnungen des eigenen Markennamens prüfen kann. Die Ergebnisse kann man sich wahlweise per Mail oder als Feed zukommen lassen.

Eine interessante Alternative zu Google Alerts ist alert.io. Für die meisten Webseiten sollte die kostenlose Version dieses Tools völlig ausreichen. Die kostenpflichtige Version bietet allerdings interessante Features, wie das Zuweisen von Aufgaben an andere Personen. Ein weiterer Vorteil ist, dass alert.io neben dem Webinterface auch native Programme für iOS, Android und Chrome bietet. Positiv hervorzuheben ist auch, dass das Tool sehr fein justiert werden kann. Es lässt sich sehr präzise einstellen, welche Erwähnungen das Tool finden soll. Beispielsweise ist es möglich nur Blogs, Facebook und Twitter zu beobachten, während Foren und die Bildersuche außen vor gelassen werden können.

Ebenfalls sehr praktisch ist der Freshwebexplorer, ein kostenpflichtiges Tool aus dem Hause MOZ. Die kostenlose Alternative Google Alerts beherrscht nur einen Teil der Funktionalitäten dieses Tools. Die technischen Details und die Qualität der Ergebnisse sind allerdings nicht so wichtig, wie die grundlegenden Ideen hinter den Möglichkeiten, die der Freshwebexplorer bietet. Zum Beispiel ist es empfehlenswert, sich über Social Media für neue Backlinks zu bedanken oder auch Webseitenbetreiber, die einen Artikel retweeten, nach einem Link zu fragen.


Der richtige Pitch

Eine Webseite, die positiv über die eigene Marke spricht, ist ideal um einen Link zu reklamieren. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, wie der Webmaster angesprochen wird. Ein simples „Gib mir einen Link“ dürfte meistens nicht funktionieren. Wichtig ist es, den Webmastern die Vorteile aufzuzeigen, die sie selbst durch das Setzen des Links haben. Ein Leser, der etwas positives über eine Firma liest, möchte vermutlich mehr über die Produkte/Dienstleistungen eben dieser erfahren. Genau dies ist der richtige Ansatzpunkt, um einen Link von dieser Seite zu erhalten.

Sehr hilfreich bei der Ansprache der Webmaster kann auch die Link Checker Chrome Exention sein. Vor der Kontaktaufnahme einfach alle Links eines Dokuments auf Fehler hin überprüfen. Ist einer der gesetzten Links kaputt, weist man den Webmaster darauf hin und während er den kaputten Link repariert, kann er auch gleich einen Link zu der gewollten Online Brand Erwähnung hinzufügen.

Die konkrete Ansprache ist natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich. Jedoch gibt es einige Regeln, die man immer beachten sollte.

1. Investiere Zeit in die Suche nach der richtigen Ansprechperson. Senden nicht einfach nur Emails an eine info@-Adresse.

2. Auch wenn das primäre Ziel ein Link ist, kann immer versucht werden, sekundäre Ziele zu erreichen. Sollte z.B. ein Partnerprogramm bestehen, kann immer darauf hingewiesen und so neue Kontakte geknüpft werden.

3. Der betriebene Aufwand sollte natürlich immer sinnvoll sein. Daher ist es empfehlenswert, vor einer Kontaktaufnahme bestimmte Metriken wie die Domain-Popularität einer Seite anzuschauen.

Fazit

Das aktive Suchen nach Brand-Erwähnungen ist für viele Unternehmen eine simple und effektive Methode um Links aufzubauen, vorausgesetzt man verwendet die richtigen Tools und die richtige Ansprache. Allerdings sollte man nicht jede Brand-Erwähnung in einen Link umbauen, sondern selektiv vorgehen und möglichst auch nur frische Brand-Erwähnungen angehen, sonst könnte aus Google-Sicht ein komisches „pattern“ entstehen. Es macht Sinn die Brand-Erwähnungen selektiv in Links umzuwandeln. Sollten Sie Fragen zu dieser Linkbuildingstrategie haben stehen wir von Peak Ace gerne mit Rat und Tat zur Seite.

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